Perspektive – neues Stadtteilzentrum Südvorstadt

Nach der Entwicklung und Sanierung des teilweise einsturzgefährdeten Bestandsgebäudes Bahnhof Bautzen haben sich die Projektentwickler der Firma Hentschke seit 2015 auch intensiv mit der Entwicklung der angrenzenden Außenräume beschäftigt. In der Folge wurde ebenso das südlich angrenzende Güterbahnhofsgelände betrachtet. Die städtebauliche Dimension des Projektes als auch die mit der teilweisen Umgestaltung des Güterbahnhofareals bedingten nachlaufenden Anpassungen der Bahn-Infrastruktur führten zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Stadtquartiers Bautzen-Süd. In diesem Zusammenhang wurden durch die Firma Hentschke in Rücksprache mit Vertretern der Bautzener Stadtverwaltung sowie mit Akteuren der Deutschen Bahn als auch Bombardier / Alstom Potentiale und Probleme evaluiert und diese schrittweise zu einer Potentialstudie zusammengefasst.

 

Zitat aus: Bautzens Chance ruht im Güterbahnhof (www.alles-lausitz.de)
„Die Stadt Bautzen ist froh und äußerst glücklich darüber, dass sich mit der ortsansässigen Firma Hentschke Bau GmbH eine Firma mit umfassender Projekterfahrung seit Jahren im Bereich Bahnhofsareal stark macht“, ließ Oberbürgermeister Alexander Ahrens auf Anfrage wissen. Er, die Verwaltung und die Stadträte sind bereits vor einigen Monaten in die Pläne eingeweiht worden.

 

Auszug aus: Logistikzentrum soll Bautzen Jobs bescheren (www.alles-lausitz.de)
Dass Handlungsbedarf an der Spree besteht, scheint den Entscheidungsträgern in der Landeshauptstadt durchaus bewusst zu sein. „In Bautzen ist jedem bekannt, dass der vorhandene Gleisanschluss für den Schienenfahrzeughersteller sehr ungünstig ist. Bei jedem Transport von oder zum Werksgelände müssen Straßen gesperrt werden. Der Gleisanschluss ist zudem nicht elektrifiziert, sodass bei einer Elektrifizierung der Bahnstrecke Görlitz – Dresden auch das Werksgelände elektrisch erreichbar sein sollte.“

 

Zitate aus: Bautzens Traum vom neuen Bahnhofsviertel (www.alles-lausitz.de)
„Das Ziel, den Güterbahnhof freizulegen, um dort Neues zu entwickeln, verfolgt die Stadt bereits seit mehreren Jahrzehnten, da das Güterbahnhofareal die Stadt in zwei Teile zerschneidet und zudem schon lange den trostlosen Eindruck einer Brache vermittelt. Die Ideen von Herrn Drews rennen da bei uns offene Türen ein.“ (Oberbürgermeister Stadt Bautzen Alexander Ahrens)

Selbst die Sozialdemokraten begrüßen die Initiativen der Protagonisten. „Das jetzige Güterbahnhofsgelände ist eine Brache, die durchaus zu einem Wohnviertel mit Kita, Einkaufsläden und schulischen Einrichtungen genutzt werden könnte“, meinte Roland Fleischer, Chef der SPD-Stadtratsfraktion. Gleichzeitig nahm er noch einmal Bezug zu einem eng verknüpften Vorhaben, über das auch der Oberlausitzer Kurier in der Vergangenheit bereits berichtete: „Ein Logistikzentrum in Richtung Süden und eine Anbindung an Alstom sind mittelfristige realisierbare Visionen, die die Wirtschaft Bautzens stärken, Arbeitsplätze anbieten und die Stadt Bautzen weiter in den Fokus der Region rücken könnten.“

 

Zitat aus: Neues Stadtviertel in Bautzen geplant (Bild Dresden)
„Er rennt bei uns offene Türen ein. Er hat konkrete Ideen – und diese visualisiert.“ (Oberbürgermeister Stadt Bautzen Alexander Ahrens)

Auch das gibt es!

Bautzner Landratsamt betrachtet ausgebrannte Hentschke-Baumaschinen als mögliches Umweltrisiko … WEITERLESEN

Nicht jeder Andersdenkende ist Reichsbürger

Jörg Drews: „Wir brauchen mehr Toleranz und Debattenkultur“

Bautzen, 22. Januar 2021.

Eine Debatte auf Basis von Fakten fordert Jörg Drews, Mitglied im Rat der Stadt Bautzen und engagierter Unternehmer. Nicht jeder, der eine andere Meinung vertritt, sei ein Umstürzler, nicht jeder, der sich kritisch äußert, sei ein Reichsbürger. Die ständige Diffamierung müsse ein Ende haben. Diskussionen müssten versachlicht werden. Darüber hinaus seien Twitter und andere soziale Netzwerke kein rechtsfreier Raum, in dem jeder seine radikale Weltsicht hemmungslos verbreiten könne. Mit diesen Worten übt Jörg Drews scharfe Kritik an Birgit Kieschnick und deren Rechtsanwalt Jürgen Kasek.

„Seit fast zwei Jahren werden insbesondere von Birgit Kieschnick unwahre Behauptungen über mich verbreitet, Gewalt aus deren Gefolgschaft gegen mich und mein Unternehmen mehr oder weniger offen goutiert“, so Drews. „Ich bin kein Reichsbürger. Ich engagiere mich vielfältig in und für die Gemeinschaft. Ich möchte dieses Land und die Menschen voranbringen. Dafür arbeite ich als Unternehmer, als Kommunalpolitiker, als Mäzen und als Mensch.“ Es mache ihn traurig, dass sein gut gemeintes Engagement immer wieder Anlass gebe, ihn, sein Unternehmen und andere zu diskreditieren. Dabei ließen sich die meisten Argumente ruhig und sachlich austragen – in politischen Gremien oder im direkten Dialog. Social Media und persönliche Anfeindungen seien dafür die falschen Foren und riefen viele radikale Akteure auf den Plan. „Das ist der Grund, weswegen ich von Frau Kieschnick eine Unterlassung gefordert habe. Ich möchte das gerne juristisch und rechtsstaatlich klären lassen. Deswegen werde ich auch Rechtsmittel gegen die jetzige Entscheidung des Landgerichtes Frankfurt einlegen“, macht Drews deutlich.

Das Gericht habe keineswegs, so wie es manche Medien berichteten, entschieden, dass man ihn „der Reichsbürgerei“ bezichtigen dürfe. Vielmehr hat das Gericht nur entschieden, dass es nicht in einem einstweiligen Verfügungsverfahren darüber entscheiden wolle, Frau Kieschnick zu verbieten, ihren Tweet, in dem sie von Belegen spricht, weiter online zu lassen. „Es gibt kein Urteil in der Hauptsache“, stellt Drews fest. Außerdem habe er die Unterlassung nicht bezüglich der Aussage gefordert, „er betreibe Reichsbürgerei“, sondern in Bezug auf die Aussage, dass Frau Kieschnick angeblich Beweise „für die Reichsbürgerei“ habe. „Diese Beweise gibt es aber nicht. Es kann sie nicht geben, weil es schlicht nicht stimmt.“ Ihre Aussage ist demzufolge eine unwahre Tatsachenbehauptung und eben nicht mehr von der Meinungsäußerung gedeckt.

Nichts von dem, was der Verfassungsschutz in Bezug auf den Begriff Reichsbürger definiert, treffe auf ihn zu, sagt Drews. „Leider hat Frau Kieschnik eine eigene Definition des Begriffs, jenseits jeder Logik. Sie meint selbst definieren zu können, was ein sogenannter Reichsbürger ist und legt dann diesen rein willkürlichen Maßstab an jeden Andersdenkenden an. Das hat Methode und dient ihr als Rechtfertigung für etliche mediale Hetzjagden auf mehrere honorige Bürger dieser Region.“ Diffamierung, Diskreditierung und systematische Verunglimpfung seien das Handwerkszeug von Frau Kieschnick, in dessen Folge dann Drohungen und Gewalt entstehen. Dem müsse Einhalt geboten werden.

Dass er als Kommunalpolitiker und jemand, der sich öffentlich äußert, auch Kritik aushalten müsse, sei klar. „Debatten bereichern unser Leben, bringen uns als Gesellschaft voran“, so Jörg Drews. Die Grenzen des Sagbaren im Rahmen der grundrechtlichen Meinungsäußerung seien sehr weit. Das sei auch gut so. Allerdings müsse das gleichermaßen für alle gelten. Die Grenzen würden erreicht, wenn beleidigt, diffamiert und gelogen wird. „Ich habe mich nie persönlich zu einzelnen Personen geäußert, bin nie ungerecht geworden. Hass und Hetze kamen immer von anderen in meine Richtung. Das lässt sich ganz objektiv feststellen. Das Ergebnis sehen wir in Form von Gewalt und Drohungen gegen mich und mein Unternehmen.“

„Ich würde mir wünschen, das unterschiedliche Weltanschauungen tolerant und im Dialog ausgetragen werden. Dazu bieten sich gerade in Bautzen und in der Region diverse Foren und Gremien an“, so Drews abschließend. Er sei immer gesprächsbereit und stelle sich gerne der Diskussion.

Leserbrief: Autorenkreis Lausitzer Almanach e.V. äußert sich zur Morddrohung

„Der Inhaltsverantwortliche weist darauf hin, dass der Inhalt des Leserbriefes die Ansicht des Einsenders wiedergibt, die mit der Meinung des Inhaltverantwortlichen nicht unbedingt übereinstimmt.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leserbrief: Ein Bürger von Bautzen schreibt an Herrn Kasek

„Der Inhaltsverantwortliche weist darauf hin, dass der Inhalt des Leserbriefes die Ansicht des Einsenders wiedergibt, die mit der Meinung des Inhaltverantwortlichen nicht unbedingt übereinstimmt.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morddrohung, Gewalt und Ungerechtigkeit als Mittel der (kommunal)politischen Auseinandersetzung?

Eine persönliche Erklärung:

Am Vormittag des 22. Dezember 2020 erhielt mein Unternehmen einen Drohanruf. Wortlaut: „Die Sachsensau Drews wird sterben.“ Ich nehme diese Drohung ernst. Sie gilt mir persönlich, meinem kommunalpolitischen Engagement und meinen Aktivitäten für die Stadt Bautzen sowie für die Region Ostsachsen. Dass in der Drohung auch gleich alle Sachsen beleidigt werden, zeigt, wie stark Vorurteile inzwischen wirken – Vorurteile, die insbesondere durch die Medien geschürt werden. Das Bild vom rechten, ungebildeten, ewig gestrigen und unbelehrbaren Sachsen zieht sich seit Jahren durch die Gazetten. Dass dabei auch heimische Medien mitmischen und entsprechendes „Dashing“ betreiben, ist dabei nur eine Randnotiz.

Damit haben wir nun die Stufe der Morddrohung erreicht. Es ist eine neue Eskalation, nachdem es inzwischen mehrere Brandanschläge auf Baustellenfahrzeuge und Maschinen meines Unternehmens gab, nachdem man mich in den sozialen Netzwerken fortwährend ungestraft und leider auch weitgehend unkommentiert diffamiert, beleidigt und diskreditiert. Es bleibt immer weniger bei Worten, schon gar nicht bei Worten unter Demokraten. Es folgen zunehmend Taten: Brandanschläge, Zerstörungen, Einschüchterungen und eben jetzt auch handfeste Drohungen.

Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, der muss auch Einiges erdulden. Das ist normal. Als Stadtrat, Arbeitgeber und jemand, der sich auch selbst öffentlich zu Wort meldet, muss ich Gegenwind und andere Meinungen tolerieren und akzeptieren. Ich begrüße dies sogar, denn ich bin mir bewusst, dass Erfolg – sei er beruflich oder politisch – immer auch im Austausch, im Dialog und in der Kontroverse begründet ist. Andere Meinungen, auch harte verbale Auseinandersetzungen, bereichern die Meinungsvielfalt und das demokratische Miteinander. Die Grenze aber ist erreicht, wenn Straftaten begangen werden, Menschen persönlich oder im eigenen Umfeld eingeschüchtert und an den Pranger gestellt werden und sich Gewalt Bahn bricht.

Andersdenkende sind kein Freiwild. Die Familie, die Mitarbeiter, der Freundeskreis, die Kunden und Lieferanten, das soziale Umfeld Andersdenkender ist kein Freiwild. Aber statt Hetzern und Rufmördern Einhalt zu gebieten, stehen viele passiv konsumierend oder aktiv unterstützend kommentierend am Rande und nehmen das Schauspiel wohlwollend zur Kenntnis. Wer nicht der Gedankenwelt einer Minderheit entspricht, die sich aber als Sprachrohr der gutmeinenden Mehrheit stilisiert, darf anscheinend ungestraft Gewalt anwenden. Gefeiert werden die Täter dann in den (sozialen) Medien.

Ich zahle Steuern, beschäftige mehrere Hundert Mitarbeiter, Spende erhebliche Summen für soziale und gemeinnützige Zwecke, engagiere mich im Stadtrat und in weiteren kommunalen Gremien, fördere Kinder, Jugendliche, den Sport, die Kultur und die politisch-pluralistische Meinungsbildung, werde aber „der Reichsbürgerei“ beschuldigt – von einer Kommunalbeamtin. Das ist nicht nur unlogisch, es ist ein Vorwurf, der gezielt meine Persönlichkeitsrechte und Integrität angreift.

Posts und Tweets sind inzwischen meinungsbildend. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass es einzelne Absonderungen in sozialen Netzwerken immer wieder schaffen, in der regional größten Tageszeitung abgedruckt zu werden – fast immer konnotiert aus der Perspektive derjenigen, die sich aggressiv gegen mich und mein Unternehmen in Stellung bringen.

Die Saat der Hetze geht auf. Wenn der Rechtsanwalt der oben genannten Kommunalbeamtin davon spricht, „die Streitkräfte in Bewegung zu setzen“, an mehreren Stellen Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung anerkennt und selbst die Justizministerin des Freistaates Sachsen der Meinung ist, dass man ja selbst schuld sei an der Gewalt, die einem widerfährt, wenn man „anderweitig unterwegs“ ist. Das alles bleibt medial weitgehend unkommentiert. Entsprechende Belege hängen dieser Stellungnahme an.

11.12.2020

23.12.2020

27.11.2020

Es bleibt auch unkommentiert, wenn sich kommunalpolitische Mandatsträger im Kreis linksextremistischer Akteure bewegen, die mit der Verfassung wenig im Sinn haben.

Was aber medial begleitet wird, ist, wenn sich einzelne Personen davon distanzieren und den Vorgang einer rechtlichen Prüfung unterziehen möchten. Es darf nur noch eine Meinung geben, so scheint es. Wer nicht ins Bild einer lauten Minderheit passt, soll an den sozialen und medialen Pranger gestellt werden. Es sind nur wenige Aggressoren, aber sie nehmen den Raum ein, den die schweigende Mehrheit ihnen überlässt. Und dass diese kleine, laute, sich zunehmend radikalisierende Minderheit eben nicht der Mehrheitsmeinung entspricht, erlebe ich täglich in zustimmenden Mails und Briefen. Es wird Zeit, dass sich mehr Menschen engagieren und zu Wort melden, dass endlich wieder eine Debatte stattfinden kann, die eben nicht auf Vorverurteilungen in den sozialen Netzwerken, einer weitgehenden einseitig berichtenden Tagespresse und Schmähungen fußt, sondern die Kontroverse zulässt und Andersdenken und Anderssein akzeptiert. Das ist das Streben meines Engagements.

Ich habe mich nie an derartigen Verbalattacken beteiligt. Es waren immer andere, die mich als Ziel ins Visier genommen und angegriffen haben.

Die Hemmungen sinken. Sprachliche Gewalt wird zur Routine. Doch dieser sprachlichen Gewalt folgen nun auch handfeste Attacken – Einschüchterungen, Mord- und andere Drohungen sowie gezielte Angriffe auch auf mein soziales Umfeld und meine Mitarbeiter sind an der Tagesordnung. Ich frage mich, wann die wirklichen Aggressoren, die Feinde der Demokratie und der Meinungsvielfalt, die Verharmloser von Gewalt und die Akteure der Diffamierung genauso an den Pranger gestellt werden. Es herrscht massive Ungleichheit in der politischen Debatte und in der medialen Aufmerksamkeit. Die Medien werden im Rahmen der Debatte ihrem Auftrag, objektiv zu berichten, nicht gerecht. Die Konsequenzen tragen dann andere – die Menschen in der Region.

Netzfunde und Beachtenswertes…

Die Autorin Doreen Kirsche hat im Internet ein Gedicht veröffentlicht, in dem die Gedanken und Gefühle zur derzeitigen Situation gut wiedergegeben sind…

Hoffnungslicht

Das Leben bremst, zum zweiten Mal,
die Konsequenzen sind fatal,
doch bringt es nichts, wie wild zu fluchen,
bei irgendwem die Schuld zu suchen,

denn solch wütendes Verhalten
wird die Menschheit weiter spalten,
wird die Menschheit weiter plagen
in diesen wahrhaft dunklen Tagen.

Viel zu viel steht auf dem Spiel,
Zusammenhalt, das wär‘ ein Ziel,
nicht jeder hat die gleiche Sicht…
Nein, das müssen wir auch nicht…
Die Lage ist brisant wie selten,
trotz allem sollten Werte gelten
und wir uns nicht die Schuld zuweisen,
es hilft nicht, wenn wir uns zerreißen.

Keiner hat soweit gedacht,
wir haben alle das gemacht,
was richtig schien und nötig war,
es prägte jeden, dieses Jahr.

Für alle, die es hart getroffen,
lasst uns beten, lasst uns hoffen,
dass diese Tage schnell vergeh‘n
und wir in bess‘re Zeiten seh‘n.

Ich persönlich glaube dran,
dass man zusammen stark sein kann…
Für Wandel, Heilung, Zuversicht
zünd‘ mit mir ein Hoffnungslicht.

Leserbrief: Rückmeldung zum Artikel „Wutbürger an der B96“ vom 6. Juli 2020

Großpostwitz, den 17. August 2020

Werter Herr Leber,

vor lauter Kopfschütteln über Ihren schlecht recherchierten, völlig einseitig überzogenen, pervers anmutenden und mit unwahren Schlussfolgerungen gepflasterten Artikel „Wutbürger an der B96“ bekomme ich kaum ein Wort auf die Tastatur gehämmert.

Als gelernter „Ossi“ komme ich nur zu einer schlussfolgernden Zusammenfassung: Wir sind hier alle gleich dumm, rechtsorientiert, AFD-abhängig, gegen Corona, gegen Impfungen, Reichsbürger. Sie vermitteln ein völlig falsches und einseitige Bild von den Menschen an der B96. Das ist beleidigend in höchster Form. Vielleicht schauen Sie zu viel RTL oder sind einfach nur auf Sensationen aus, die man verkaufen kann und die kaum ein Leser hinterfragt. Ausführungen an Stammtischen haben da aus meiner Sicht höheres Niveau.

Sind Ihre Darstellungen, die es natürlich nicht generell zu leugnen gilt, das Aushängeschild für die Menschen an der B96? Mit wie vielen Bürgern sprachen Sie? Haben diese Menschen das oft strapazierte Wort Demokratie falsch verstanden?

Ich erwarte doch keine hochgeistigen Leistungen von einem Journalisten. Objektive, allseitig umfassende und reale Berichterstattung ohne eigene Interpretationen ist mir allerdings wichtig.

Sie erwähnen den Namen Annalena Schmidt. Außer „klugen“ Reden habe ich noch nichts von ihr gehört. Wenn mir Bautzen am Herzen liegt, dann bin ich doch bemüht, es tatkräftig voran zu bringen. Dann entferne ich doch Schmierereien und twittere sie nicht noch – oder? Dieses Handeln wäre für mich Vorbild. Aber die Grünen haben ohnehin Probleme wie z.B. mit der Grammatik in ihrem letzten Wahlflyer. Eine schriftliche Anfrage meinerseits zum Inhalt dieses Flyers blieb natürlich unbeantwortet. Auch Frau Schmidt äußerte sich nicht dazu. Sie können mir glauben, meine Fragen waren interessant und aktuell. Vielleicht fehlten die Antworten auf meine Fragen oder es gab einfach nur Leseprobleme.

Haben Sie Ihre angeführten Zitate wirklich selbst gehört? Mir sind solche (zum Glück) noch nicht zu Ohren gekommen und deshalb finde ich das schon etwas seltsam. Ich würde solche Äußerungen ablehnen und mich dafür auch schämen.

Sie schreiben: „Alltag in Bautzen ist, wenn die Leiterin der Oberschule einer einschlägigen Familie angehört, der Ehemann AfD-Funktionär, die Tochter bei der rechtsextremen Identitären Bewegung aktiv.“ Bis zum Ehemann verstehe ich noch den Satz aber dann hört es bei mir mit dem grammatischen Verständnis auf. Kann man eine Familie, deren Handeln von der Politik offensichtlich toleriert wird, zum „Alltag in Bautzen“ stilisieren? Das ist schon heftig daneben und was heißt „einschlägig“?

Bautzen ist auch gekennzeichnet von sehr vielen Aktivitäten wissenschaftlicher Art von Kindern und Jugendlichen. Schauen Sie sich die Abiturergebnisse der letzten Jahre an, recherchieren Sie bei Jugend forscht usw.

Frau Schmidt meint: „Bautzen ist komplett im Arsch“. Da frage ich mich, wie sie zu dieser Schlussfolgerung kommt, was sie damit meint und was hat sie in ihren Bemühungen dagegen falsch gemacht? Auf welches Niveau begibt sie sich denn! Einfach den Schwanz einziehen und das Weite suchen – das ist doch ein Armutszeugnis und ein Schlag gegen jeden Bürger, der für Bautzen lebt und arbeitet und auch noch etwas schafft! Ich muss auch lernen, Wahlergebnisse zu akzeptieren, auch wenn es in mir großes Unverständnis auslöst.

„Die Strategie des Oberbürgermeisters, mit den Rechten zu reden, ist total gescheitert“, sagt A. Schmidt. Ich frage: In welcher Hinsicht, an wem liegt es? Hat sie ihn unterstützt? Was kam bei den Gesprächen heraus? Dennoch halte ich die Gesprächsbereitschaft von Herrn Ahrens für sehr, sehr wichtig und richtig!

Sie sprechen das Thema einflussnehmender Männer an. Die gab es in der Geschichte schon immer – ob nun positiv oder negativ. Wenn ein Mensch auf mich Einfluss nimmt, muss ich das erst einmal zulassen. Wenn ich mit seinen Ideen und seinem Handeln konform gehe, erst dann lasse ich mich doch beeinflussen ohne meinen eigenen Standpunkt zu verlassen, höchstens zu ergänzen.

Ihre Sicht zu den Bürgerforen, die Herr Drews mit organisiert, halte ich für nicht haltbar. Ich selbst war mit meinem Vater bei mehreren Foren anwesend. Ich konnte nie eine Manipulation oder eine Verletzung der demokratischen Grundrechte, eine Hetze oder Verschwörung beobachten. Im Gegenteil. Die Einführungen von Herrn Drews mit seinen „echten“ Zitaten ließen mich über so manche politische Handlung nachdenken. Herr Drews bietet eine Möglichkeit, Informationen nicht nur aus der Bild oder RTL zu bekommen. Diesen Infoveranstaltungen konnte ich mehr Inhalte entnehmen als aus billigem Journalismus und abstrusen Abhandlungen. Und wenn das alles nur Fake wäre, würden dann so viele Bürger der B96 die Foren besuchen und förmlich nach Informationen rundum gieren? Aus den Fehlern zu lernen muss doch das Ziel sein! Und das muss jeder Mensch begreifen und entsprechend handeln.

Herr Drews ist einer der ganz, ganz wenigen Bürger, der zwar nicht in der Garage, aber mit der Maurerkelle seinen Weg begann und durch Fleiß, Mut, Ausdauer, Beharrlichkeit, Geschäftstüchtigkeit und vielleicht auch etwas Glück heute der ist, zu dem ich ganz weit nach oben schauen kann. Hier ein echtes Zitat von ihm: „Wo soll ich investieren, wenn nicht hier?“ Sein Weitblick, seine Zukunftsvisionen, seine Heimatverbundenheit und sein Stolz auf seine Mitarbeiter, die er stets benennt, verschaffen ihm Sympathie und Respekt. Und damit meine ich nicht einmal die vielen dankbaren Menschen und Institutionen, die in den Genuss seiner riesengroßen Sponsorenaktivitäten kommen, von denen Sie nicht einmal die Spitze des Eisberges erahnen.

Sie schreiben ferner: „Jörg Drews selbst sagt, in einer multikulturellen Gesellschaft gingen Werte verloren.“ Können Sie mich vom Gegenteil überzeugen? Interessant dabei ist aber, auf welcher Seite. Bei einer multikulturellen Gesellschaft muss es ein „Geben“ und ein „Nehmen“ geben, sonst funktioniert das nicht. Alle Beteiligten müssen lernen, zu achten und zu respektieren. Das gilt auch gegenüber Baumaschinen, die nur Primaten auf Kosten der steuerzahlenden Bevölkerung anzünden. Wo bleibt hier die Aufklärung? Wo bleibt der Schutz von Mensch und Material, die unser aller Lebensgrundlage bilden? Darüber sollten Sie recherchieren. Oder ist da etwa ein wenig Angst vor der Realität zu erwarten?

A. Schmidt, so Ihre Ausführungen, bekommt viele Drohungen. Das verurteile ich. Das hat nichts mit Demokratie zu tun, das ist primitiv. Man kann aber auch nicht die Bürger dafür verantwortlich machen, wenn ihre Ansichten nicht aufgehen. Vielleicht hat sie nicht so viele Befürworter, wie sie gerne hätte. Mephisto sagte schon in Goethes Faust (sinngemäß): „Ich bin der Geist, der stets das Böse will und doch das Gute schafft.“ Vielleicht hat Frau Schmidt, bei allem ihr gebührenden Respekt, die Sache falsch angepackt oder diese Zeilen falsch interpretiert. Schade eigentlich.

Wenn ich die CDU wähle, die dann mit der SPD kungelt, die ich vielleicht gar nicht mag, kann ich doch nicht schlussfolgern, die Sachsen-Regierung ist „komplett im Arsch“. In der Demokratie, so fasse ich sie auf, muss ich das akzeptieren, was die Mehrheit beschließt. Auch wenn es manchmal ein Schlag ins Gesicht ist. Und wenn heute Rechtsextremismus aufkommt, muss ich die Ursachen dafür finden und beseitigen. Meckern hilft nicht. Vielleicht sollten sich manche Politiker nicht sinnlos zerfleischen, sich mit der Erfindung ihrer Daseinsberechtigung beschäftigen, sondern lieber gemeinsam analysieren und gemeinsam handeln. Es macht sicherlich auch Sinn, seinen beruflichen Erfahrungen entsprechende politische Ämter zu besetzen.

Ich lehne übrigens jeden Extremismus ab – sowohl von rechts, als auch von links. Im Fernsehen zum Beispiel, ich sah es selbst voller Entsetzen und fühlte mich wie in einem ganz miesen Film, sagte eine Vertreterin der Linken (vielleicht nicht ganz wörtlich): „Wir führen die Revolution. Und wenn wir 5% der Reichen erschießen, gibt es immer noch genug davon.“ Daraufhin ein anderer Herr an einem weiteren Mikro: „Warum erschießen – die setzen wir für niedere Arbeiten ein.“ Nun weiß ich nicht, wie ich das deuten soll. Gehören Politiker mit solch einer öffentlichen Entgleisung zu meinen Vorbildern? Ist das auch noch Demokratie?

Ich kenne persönlich den Werdegang zweier „Politiker“. Unsagbare Enttäuschung macht sich da bei mir breit. Ohne Beruf, ohne Studium – da hatten wir ja in der DDR noch wenigstens einen Dachdecker… Zum Glück gibt es aber auch einen, der richtig gut für die Stadt unterwegs ist.

Ich möchte Ihnen eigentlich nur verdeutlichen, dass es immer solche und solche Bürger gibt und auch geben wird. Prinzipiell muss ich alle Seiten anhören und mit ihnen ins Gespräch kommen, auch wenn ich selbst von dem vielen Gerede nicht so begeistert bin. Eigenverantwortliches Handeln, Arbeiten für die Gesellschaft, Verantwortung für Mitmenschen (s. Drews) halte ich für den besseren Weg, auch wenn er schwerer ist. Das viele Reden und Zerreden bringen uns nicht vorwärts – das Schaffen von Gütern und Werten sichert unseren Wohlstand. Dazu gehören unbedingt auch ethische und moralische Werte.

Sie sollten ein Bild von Bautzen im Herzen haben, das die vielen ehrlich arbeitenden Menschen mit ihren Familien, ihren Sorgen und auch ihren Visionen und Wünschen widerspiegelt. Und darum möchte ich Sie ganz herzlich zu uns in den Verein, den Zuseum e. V., zu einer Gesprächsrunde ohne Presse, ohne Schau, nur ganz ehrlich, unvoreingenommen, einladen. Vielleicht können Sie auch einmal die weitaus überwiegenden guten Seiten der Bürger an der B96 beleuchten. Sie werden erstaunt sein, dass aus Sachsen nicht nur der Kaffeefilter kommt. Hier sind kreative, mutige und vor Enthusiasmus strotzende Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern unterwegs. Und das können Sie alles bei uns live erleben und mitnehmen.

In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen